Ich bin geflogen!

Nein, nicht die Treppe runter, sondern mit einem Helikopter. Und zwar nicht als Passagier auf einem Alpenrundflug, sondern wirklich selbst mit dem Steuerknüpel in der Hand!
Aber nun erst mal alles der Reihe nach: Seit etwa einem halben Jahr interessiere ich mich dafür, mal selbst einen Heli fliegen zu können. Zusammen mit Gilles haben wir uns für einen Schnupperkurs bei der Firma Mountainflyers am Flughafen Bern Belp angemeldet. Nach einigen Wetter-bedingten Verschiebungen war es gestern endlich soweit. Nach kurzer Wartezeit wurden wir von unserem Fluglehrer Christoph Graf begrüsst und zum Objekt der Begierde gebracht: Einem Robinson R44 Raven II:
Robinson R44 Raven II
In einer kurzen Einführung wurden wir mit der Mechanik und der Steuerung vertraut gemacht. Ich hatte das Vergnügen, die erste halbe Stunde unseres Fluges zu bestreiten und konnte daher auf dem rechten Sitz im Cockpit Platz nehmen. Nun folgte noch ein kurzer Crashkurs über die wichtigsten Instrumente, und dann konnte es los gehen!
Der Motor wurde gestartet, und nach der Starterlaubnis des Towers flogen wir vom Flughafen über die Aare weg Richtung Emmenthal. Schon nach wenigen Minuten durfte ich die Kontrolle übernehmen und selbst fliegen, was noch nicht allzu schwierig war. Nach ein paar 360° Drehungen setzen wir zur Landung auf einem Feld an. Dort wurde es nun wirklich kompliziert: Es galt, den Helikopter an Ort schweben zu lassen. Da die Steuerung EXTREM präzise ist, resultiert selbst die (scheinbar) kleinste Änderung am Steuerknüppel sofort in eine grössere Schräglage des Helis. Nachdem es mir genug schlecht war, flogen wir weiter (was wiederum deutlich einfacher und auch Magenschonender von statten ging). Das Ziel war ein Restaurant, wo wir landeten und kurz auf etwas zu Drinken vorbeischauten.
Danach war Gilles an der Reihe mit Fliegen. Es ging Richtung Kirchberg, wo auch er seine Bodenmanöver fliegen durfte. Dabei demonstrierte uns der Fluglehrer noch eine sogenannte Autorotation, welche beim plötzlichen Versagen des Motors eintritt. Was nach dem Abschalten des Motors geschah, war spektakulär unspektakulär: Der Helikopter flog einfach weiter, nun einfach in einem leichten Sinkflug. Dabei war der Heli immer noch voll manöverierfähig und konnte sauber gelandet werden.
Auf dem Rückflug kamen wir in Genuss eines wunderbaren Flugs über die Stadt von Bern und via Gurten zurück zum Flughafen.

Das ganze war ein wunderbares Erlebnis, wenn auch sich das Fliegen als schwieriger erwies als erwartet. Trotzdem habe ich meine Pläne als Pilot sicher noch nicht zu den Akten gelegt :-)
Ein grosse Lob gilt unserem Fluglehrer Christoph Graf der Mountainflyers, welcher uns diesen einmaligen Einblick ins Helikopter-Fliegen ohne grosse Theorie-Exzesse möglich machte!

2 Responses to “Ich bin geflogen!”

  1. nff Says:

    Pass bloss auf, Fliegen macht süchtig!

  2. surech Says:

    Im Moment ist die Suchgefahr aufgrund der genannte “Probleme” noch nicht so gross. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden :-)

Kommentar schreiben