Test: Coop Passabene

Seit einigen Wochen läuft in einigen grossen Coop-Filialen das Pilot-Projekt passabene. Dabei bekommt man einen Scanner ausgehändigt, mit welchem man während des Einkaufs die Produkte selbst einlesen kann; an der Kasse muss dann nur noch bezahlt werden.
Im Coop Wankdorf hatte ich die Möglichkeit, dieses neue System zu testen.

EinführungCoop Passabene
Durch eine Fachperson erfahre ich zuerst die wichtigsten Punkte der AGB, z.B. das jederzeit als Stichprobe mein Warenkorb überprüft werden darf. Nach der Überprüfung meiner Personalien und der Registrierung der Supercard kann ich aus einem grünen Regal einen Handscanner entnehmen. Die Bedingung ist erfreulich einfach geraten: Über einer der vier Knöpfe (alle haben die selbe Funktion) aktiviert man den Scanner, welcher sich vorne am Gerät befindet. Nun einfach auf den Strichcode des gewünschten Produkts zeigen und dieses erscheint mit Bezeichnung und Preis auf dem Touchscreen. Über selbigen kann man einmal eingelesen Artikel kopieren (z.B. beim Kauf von 4 Flaschen Milch) oder diese wieder entfernen (wenn drei Liter Milch eigentlich reichen).

Los geht’s!Handscanner
Umfangreich informiert und technisch ausgestattet wage ich mich an den Einkauf. Produkt aus dem Regal nehmen, scannen und in den Korb legen, bei Milch und Käse kein Problem. Die erste Hürde stellt das Brot dar, dessen Strichcode auf der Papierverpackung nicht auf Anhieb gelesen werden kann. Aber auch das geht nach ein paar Versuchen. Dank der guten Einführung ist auch die Gurke (welche ja weder verpackt ist noch gewägt werden muss) sofort registriert.

An der Kasse
Der wirkliche Vorteil dieses System und sozusagen die Belohnung für die Mühen mit dem Scanner folgt beim Zahlen: Während bei allen Kassen massig Leute mit gut gefüllten Einkaufswagen anstehen, muss ich nur noch den Scanner abgeben und bezahlen.

Fazit
Ob man aber auch schneller ist, wenn man an einer normalen Kasse nicht anstehen müsste, bleibt fraglich. Denn im Schnitt sind die Leute an der Kasse wohl schneller beim Einscannern der Ware als der Konsument am Regal. Letztlich liegen ein Grossteil der Vorteile sicher bei Coop: Durch einen konsequenten Einsatz der Handscanner könnten sicher einiges Kassen-Personal eingespart werden. Und nicht zuletzt werden wir mit diesem Gerät und der Kopplung an die Supercard definitiv zum gläsernen Konsumenten. Denn damit weiss Coop genau, wann ich vor welchem Regal gestanden bin und welchen Weg ich durch den Laden genommen habe. Aber solange diese Daten nicht noch an Google weitergegeben werden, ist alles nur halb so schlimm…

3 Responses to “Test: Coop Passabene”

  1. olaf12 Says:

    absoluter Schwachsinn dieses Passabene Zeugs, sprich das Selfscanning. Man denke da all die Leute (nicht nur alte Menschen sondern auch Junge), die sowieso Mühe mit elektronischen Systemen haben. –> Wollte es gestern auch ausprobieren, doch ohne die Supercard ist da nichts zu wollen. Musste schmunzeln, als sogar Coop Mitarbeiter im Laden mit dem Scanner so Ihre liebe Mühe hatten (der MA war schlicht zu doof, 2 Yogurths einzugeben :)

    Das geht in Richtung 2 Klassengesellschaft, d.h. Otto Normalo muss dann wie gehabt an der Kasse anstehen, während die Mehrbesseren dann bevorzugt werden

    Eine Bauernfängerei ist das mehr nicht.

  2. Hansjörg Says:

    Ich benutze Passabene seit einigen Monaten in verschiedenen COOP Niederlassungen. Gerade für den “kleinen Geldbeutel” hat das System einen enormen Vorteil: Der Kunde sieht jederzeit, wieviel er an der Kasse bezahlen muss und erlebt keine Ueberraschungen. Ein Vorteil, von dem niemand spricht.

  3. Hilpert Says:

    Seit einem Jahr sind meine Frau und ich bei Passabene angemeldet. Benutzt haben wir das System jedoch meistens nicht. Gründe: Der Scanner ist relativ schwach, d.h. der Strichcode kann vielfach nicht beim erstenmal eingelesen werden. Bei rund 30 % der Passabene-Benutzung mussten wir an der Kasse entweder selbst die Ware nochmals auf das Band legen oder es “traf” den Kunden vor uns (mit der gleichen Wirkung für uns!). Damit wir die Ungewissheit, ob wir an der Passabene-Kasse warten müssen oder nicht, nun nicht mehr haben, stehen wir halt wieder an den gewöhnlichen Kassen an!

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