Heute hatte ich das Vergnügen, den neusten Blockbuster 2012 von Roland Emmerich im Kino zu sehen. Einen kurzen Rückblick möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.
Handlung
Was die Maya schon lange wussten, tritt nun tatsächlich ein: Im Jahr 2012 geht die Welt unter! Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen. Wer es genau wissen will, liest bitte im hervorragenden Wikipedia-Artikel zum Film nach. Für alle, die lieber schauen als lesen, hier der Trailer:
Kritik
Wenn man mit 225 Millionen US-Dollar den Weltuntergang auf die Leinwand bringen will, ist Roland Emmerich sicher der richtige Mann. In Independence Day hat er die Ankunft unfreundlich gestimmter Aliens inszeniert und in Day After Tomorrow eindrücklich (wenn auch wenig realistisch) aufgezeigt, wohin uns der Klimawandel bringen könnte.
Leider bestanden die Geldgeber auf eine gewisse Handlung, wohl in der irrigen Annahme, es würde sonst niemand den Film schauen gehen. Da dies aber definitiv nicht zu Emmerich’s Kernkompetenz gehört, muss der kleine Bausatz des Filmemachens aus der Kiste geholt werden: Man nehme eine Familie, deren Eltern getrennt leben und der Vater seine Kinder jeweils nur für ein paar Tage sehen kann. Weiter macht sich ein US-Präsident gut, welcher mutig den Ehrentod stirbt. Ein Wissenschaftler gibt der Sache eine ernste Note und sein Vorgesetzter den unsympathischen Egoisten, gegen den man sich am Schluss auflehnt. Das Ganze wird mit einer dünnen Geschichte verbunden, welche an Vorhersehbarkeit und Repetition fast nicht zu überbieten ist.
Also vergesst dich Story: Denn was hier für die Augen geboten wird, ist schlicht sensationell! Bei der Zerstörung der Erde bleibt wirklich kein Stein auf dem andern, da wird mit der ganz grossen Kelle angerichtet. Im speziellen der erste Teil beeindruckt, wo die vereinte Familie mit einem Flugzeug durch die zusammenbrechende Stadt fliegt. Noch selten war ich im Kino visuell so beeindruckt. Am Schluss lässt dieser gewaltige Bildeindruck leider ein bisschen nach, da der Wissenschaftler und die Tochter des verstorbenen Präsidenten die letzten Überlebenden retten müssen.
Fazit
Der Film geht über zweieinhalb Stunden. Am liebsten hätte ich eine kürzere Version, welche auf die ganze Geschichte verzichtet und einfach nur den spektakulären Untergang zeigt. Das ist vielleicht ein bisschen hart, aber schliesslich geht man genau deshalb diesen Film schauen. Jedenfalls ist dies definitv kein Film für zu Hause vor dem Fernseher zu schauen, der gehört ins Kino. Denn nur auf der grossen Leinwand können die Special Effects ihre Wirkung voll entfalten. Und das gelingt hervorragend!
Und übrigens: Das orange Auto im russischen Frachtflugzeug gleich neben dem Bentley ist eine Lotus Elise!