surech.ch – Homepage von Stefan Urech

Praktizierender Zyniker und Freidenker

1. Januar 2014
von surech
1 Kommentar

Zu Hilf! Virtueller Server mieten

In ferner Vergangenheit (2012) hatte ich einen virtuellen Server bei der luzernischen Firma Dynamic Net gemietet. Für knapp 30 Schweizer Franken erhielt ich ein CentOS mit vier Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 128 GB festem Speicher. Im letzten Jahr wurde mein Anbieter von Hosteurope übernommen, was mich nicht weiter störte.
In den letzten paar Wochen wollte ich auf meinem Server ein paar ordentliche Buildtools installieren. Was prompt dazu führte, dass ich zuwenig Arbeitsspeicher hatte und eigentlich gar nichts mehr funktionierte. Dass das Linux aus technischen Gründen keine Swap-Partition hatte, war auch nicht gerade hilfreich.
Auf Grund der Firmenübernahme ist es Hosteurope nicht möglich, ein Upgrade auf meinen “alten” Vertrag zu machen. Wenn ich mehr Arbeitsspeicher will, bleibt mich als nichts anders übrig, als meinen alten Vertrag zu künden und einen neuen Server zu mieten. Und komplett neu aufzusetzen. Ich fluchte leise in mich hinein und machte mich auf dem Internet auf die Suche nach Alternativen.

Meine Anforderungen sind schnell erzählt:

  • 8 GB RAM
  • 100 GB Festspeicher, oder mehr
  • tägliches Backup
  • CentOS als Betriebssystem

Nett wäre, wenn ich in Zukunft dynamisch mehr Arbeits- und Festspeicher hinzukaufen könnte. Auch würde ich es begrüssen, wenn der Server in der Schweiz stehen würde.
Mit diesen Anforderungen habe ich gestern Stunden im Internet verbracht und zahlreiche Anbieter verglichen. Und das Resultat war ernüchternd. Sobald man eine Angebot mit acht Gigabyte-Speicher wählt, zahlt man sofort dreistellige Summen. Metanet und Nine gehören mit knapp hundert Franken noch zu den günstigen.
Am Schluss landete ich wieder bei Hosteurope. Hier erhalte ich für 59.– schon einen Root-Server mit sagenhaften 24 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Nun meine Frage in die Runde: Gibt es neben Hosteurope wirklich keinen lokalen Anbieter, welcher mir ein nur annähernd konkurrenzfähiges Angebot unterbieten kann?

29. Juni 2013
von surech
Keine Kommentare

Pässefahrt 2013

Diese Woche durfte ich mit meinem Vater eine ausgedehnte Pässefahrt unter die Räder nehmen. Dabei besuchten wir Lichtenstein, Österreich und Italien:

Pässefahrt 2013 auf einer größeren Karte anzeigen
Alles in allem befuhren wir in sieben Tagen 26 Pässe und legten gut 1600 Kilometer zurück. Leider lies das Wetter streckenweise zu wünschen übrig. Trotzdem hatten wir meist trockene Strassen und konnten die Passstrassen in zügigem Tempo befahren. Hier einige Highlights unserer Reise:

  • In Österreich wollten wir eigentlich über die Bielerhöhe fahren, welche aber noch Wintersperre hatte. Deshalb verschlug es uns ins nahe Lech. Während dort im Winter der Bär tanzt, ist es im Sommer recht ruhig. Dafür kosten die Hotels auch nur einen Bruchteil des Preises in der Hochsaison. Wir waren im gemütlichen Goldener Berg mit grosszügiger Wellness-Anlage und guten Essen. Wäre das Wetter besser gewesen könnte ich hier noch die grosse Terrasse mit Aussicht übers ganze Tal loben. Leider hat es geregnet und wir mussten drinnen bleiben.
  • Nach dem bekannten Skigebiet Sölden folgte das Timmersjoch. Hier wurden wir vom eisigen Wind und Schneefall empfangen. Nicht das, was man Ende Juni erwartet. Dahinter folgten menschenleere, unberührte Täler. Und ein sportlicher Porsche. Aber das ist eine andere Geschichte…
  • In Italien übernachteten wir gleich zweimal in Meran. Das Städtchen hat eine wunderbare Innenstadt mit schönen Lauben und vielen Läden, die zum Einkaufen einladen. Durchs Zentrum fliesst ein ordentlicher Bergbach und die ganze Stadt ist mit vielen Bäumen und Blumen sehr grün. Meran ist wirklich eine Reise wert.
  • Rund um Meran hat er gleich mehrere tolle Pässe. Speziell hervorheben möchte ich das Penser Joch. Ab Bozen legt man fast 2000 Höhenmeter bis auf den Pass zurück. Das alles über gute Strasse durch schöne Landschaften und zumindest bei uns mit wenig Verkehr. Das macht Spass!
  • Das Stilfserjoch, Mekka aller Töff- und Velofahrer. Auch ich freute mich darauf, in den 48 Kurven ordentlich Gummi liegen zu lassen. Leider mussten wir feststellen, dass es noch das Amateur-Velorennen Tour Transalp gibt. Daran nehmen unglaubliche 1300 Velofahrer teil! Und die wollten ebenfalls alle aufs Stilfserjoch. Und wir mit unseren Autos mittendrin. Auch eine interessante Erfahrung.
  • Die Schweiz bleibt einfach das Land mit den besten Pässen! Am Donnerstag befuhren wir innerhalb eines Tages sieben Pässe. Einer besser als der andere. Was will man mehr?

27. Mai 2013
von surech
2 Kommentare

Wingsuit Proximity Flying

Das ist mit Abstand das beeindruckenste, unglaublichste, wahnsinnigste Video, dass ich je gesehen habe. Ich beneide diese Herren, das Gefühl muss wahrlich unbeschreiblich sein.

Das ganze ist eine extreme Form des BASE-Jumpings und nennt sich proximity flying.

27. Mai 2013
von surech
Keine Kommentare

Software-Nostalgie

Dieses Spätwinter-Wetter eignet sich wunderbar, um ein paar Sachen aufzuräumen. Damit gab der Estrich meiner Eltern wieder einmal ein paar Perlen frei, die des Informatikers Herz höher schlagen lassen. Während man heute alles aus dem Internet runterlädt, kaufte man früher Software im Laden. Fürs Geld bekam man dann auch eine Schachtel recht ansehnlicher Grösse. Darin lag keine CD oder gar DVD, sondern ein währschafter Stapel Disketten. Dazu gab es ein Handbuch, dass von Umfang her keine Wünschen offen lies. Heute kann man doch froh sein, wenn man im Internet noch ein trauriges PDF findet.
Ich präsentiere: IBM DOS 5.0, Microsoft Windows 3.1 und Microsoft Word für Windows!
IMG_1076

Und hier noch der ganze Inhalt:

Diese Bilder sind dann auch die letzte Erinnerung als die alten Zeiten. Trotz aller Nostalgie musste ich mich davon trennen und ihrem gerechten Ende zuführen. Irgendwie schade.

11. Februar 2013
von surech
Keine Kommentare

Nicht-SVP-Präsident

Letzte Woche erhielt ich über das Kontaktformular nachfolgende Mail, welche hier nach einer öffentlichen Klarstellung schreit!

Betreff: Asylheim im Kreis 5

Nachrichtentext:
Sehr geehrter Herr Urech

Ich höre, dass Sie neuer Präsident der SVP im Kreis 4 + 5 sind. Ich bin Präsidentin der FDP und ich möchte mich gerne mit Ihnen bezüglich des geplanten Asylheims in Verbindung setzen. Können Sie mich auf 099 999 99 99 anrufen?

Vielen Dank und herzliche Grüsse
Elisabeth Schoch

Damit keine Missverständnisse auftauchen, dies gleich vorneweg: Nein, ich bin nicht SVP-Präsident! Weder im Kreis 4+5 noch sonst wo. Und will es auch nicht werden. Auch habe ich ganz grundsätzlich keine Sympathien mit fraglicher Partei.

Eine kurze Google-Suche hat aber die unschöne Wahrheit ans Licht gebracht. Tatsächlich gibt es eine Person mit dem genau gleichen Namen, welche dieses unrühmliche Amt ausführt. Damit bleibt nur zu hoffen, dass mein Namensvetter keine grosse politische Karriere anstrebt und solche Verwechslungen in Zukunft die Ausnahme bleiben.

1. September 2012
von surech
2 Kommentare

Handy-Nostalgie

Heute habe ich das schlechte Wetter genutzt, um meine Wohnung zumindest ansatzweise ein bisschen aufzuräumen. Das Resultat waren drei Plastiksäcke voll mit allerlei Kabel, Joysticks, Mäusen, Tastatur, RAM, Minidiscs und was sich sonst noch alles angesammelt hat. Neben all dem Elektroschrott habe ich allerdings auch ein schon lange vermisst geglaubtes Stück gefunden: Mein allererstes Mobiltelefon, ein legendäres Nokia 7110!
Damit darf ich euch heute meine vollständige Handy-Geschichte präsentieren:


Untere Reihe, von links nach rechts:

  • Nokia 7110: Das erste Handy mit WAP! Auf das hat schon damals niemand wirklich gewartet und ist heute praktisch tot. Wirklich cool war aber der Slider, welcher per Knopfdruck aufsprang. Stilvoller kann man einen Anruf nicht entgegen nehmen.
  • Siemens M 35: Während meiner RS musste etwas robustes her, womit meine Wahl auf dieses Siemens-Gerät fiel. Leider konnte es die Erwartungen nicht ganz erfüllen: Zwar hielt es technisch gesehen wacker durch, aber optisch sah es nach einigen Monaten recht mitgenommen aus. Nach der Reklamation bei der Swisscom erhielt ich aber ein neues Gerät, welches hier auf dem Photo zu sehen ist.
  • Sony Ericsson T68i arctic blue: Eines der ersten Mobiltelefonen mit Farbdisplay und MMS. Auch das Bedienkonzept per Joystick war ganz neu. Das T68i war damals wirklich das absolut Beste, was der Handymarkt her gab. Und gerade aus dem heutigen Gesichtspunkt ist das Gerät unglaublich klein und leicht.
  • Sony Ericsson T68i mineral grey: Das T68i hat aber auch einen grossen Nachteil: Der Joystick ist zwar super für die Bedienung, sein baldiger Tod durch Verschleiss und Verschmutzung ist aber unausweichlich. Nachdem dies beim ersten Gerät eingetreten war, griff ich trotzdem nochmals zum gleichen Model, diesmal in Grau.
  • Sony Ericsson W850i: Der Marke Sony Ericsson blieb ich weiter treu, denn nun gab es auch ein Model ohne diesen unsäglichen Joystick. Was W850i wurde unter dem Markennamen Walkman vertrieben und hatte einen halbwegs brauchbaren MP3-Player eingebaut. Obwohl es recht dick war, gefällt mir noch heute das Design mit dem Slider, welcher die Tastatur schützt.

Obere Reihe, von links nach rechts:

  • Apple iPod, 3. Generation: Hier beginnt meine Liaison mit den mobilen Geräten aus dem Hause Apple. Die dritte Generation des iPods hat auf der Front keine einzige mechanische Taste, was ich sehr schön finde. Der iPod war mein erster MP3-Player und hat mir lange Zeit treue Dienste geleistet.
  • Apple iPod Touch, 1. Generation: Der iPod Touch war das erste Gerät mit iOS, welches offiziell in der Schweiz erhältlich war. Und noch heute liegt es wunderbar in der Hand und ist immer noch deutlich dünner als ein aktuelles iPhone.
  • Apple iPhone 4: Dieses Gerät hat auf der einen Seite meinen iPod Touch als Musikspieler abgelöst, als auch das Sony Ericsson W850i als Telefon.

4. Juli 2012
von surech
1 Kommentar

Hochwasser in Bern

Das ganze erinnert aus sehr surreale Weise an ein Volksfest: An diesem wunderbaren Sommerabend sind im Marzili und in der Matte mehr Leute auf der Strasse zu sehen den je. Die Stimmung ist gut, denn es gibt was zu sehen. Schliesslich gibt es selbst hier nicht jeden Tag einen Hochwasseralarm. Jetzt wo ich das schreibe, senkt sich der Pegel der Aare bereits wieder und wir Anwohner werden voraussichtlich eine ruhige Nacht haben.